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Am 22. Oktober ist Welttag des Stotterns


Typischerweise tritt Stottern erstmalig zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr auf, wobei es beim Großteil dieser Kinder wieder weggeht. Doch gut 1 Prozent aller Erwachsenen stottert. Allein in Deutschland sind dies mehr als 800.000. So heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe e.V. (BVSS) anlässlich des Welttag des Stotterns.

Wusstest du, dass Jungen viermal häufiger betroffen sind als Mädchen? Foto: @titoikids/Pixabay
Wusstest du, dass Jungen viermal häufiger betroffen sind als Mädchen? Foto: @titoikids/Pixabay

Der internationale Aktionstag am 22. Oktober möchte das öffentliche Bewusstsein für die Probleme stotternder Menschen verstärken. Der BVSS weist zudem darauf hin, dass Stottern eine neurologische Störung des Sprechens sei. Das vermeintliche Phänomen, dass jemand beim Singen nicht stottert, sei darin begründet, dass Singen von anderen Prozessen im Gehirn ausgelöst werde, als das Sprechen. Deshalb stottere an sich niemand beim Singen. Eindrucksvoll war dies erst jüngst in der aktuellen Staffel der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ zu sehen.

AHA-Moment unserer Logopädie-Schülerschaft
Die Redeflussstörung ‚Stottern‘ lässt sich gut unter Kontrolle bringen und dies ist Aufgabe des Logopäden. In der dreijährigen Ausbildung, etwa bei der DPFA in Dresden gibt es das Fach Redeflussstörungen. Schülerinnen des dritten Ausbildungsjahrs erleben in dieser Unterrichtssequenz wertvolle Aha-Momente.

„Mein Aha-Moment in dem Unterricht war, dass Stottern so individuell verläuft und die Eltern einen unerwartet großen Einfluss auf das Gelingen der Therapie haben.“ - Carolin

„Mir war vorher nicht bewusst, wie komplex die Symptome sind und was alles zur Symptomatik gehört (Motorik, Emotionen usw.). Durch den Unterricht habe ich erfahren, unter welchem Leidensdruck manche Stotternden stehen, aber dass es auch viele Therapiemethoden gibt, dies zu überwinden.“ - Jasmin

 „Mein Aha-Moment im Stotterunterricht war, dass Betroffene fühlen, wenn sich ein Symptom anbahnt und dieses nicht oder nur schwer umgehen können. Das Gefühl, dem eigenen Körper ausgeliefert zu sein, ist eine enorme psychische Belastung. Das erinnert mich an die Momente, wenn ich erröte. Besonders in Stresssituation bahnt sich dieses Gefühl an, das Blut steigt in den Kopf, die Wangen glühen. Ich kann nichts dagegen tun und je mehr man sich dagegen wehrt, desto länger bleibt die Röte bestehen. Dieser Vergleich lässt mich stotternde Menschen in ihrer Situation besser verstehen.“ - Laura

Du möchtest auch stotternden Menschen helfen?

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